Michael Moritz

 

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Weihnachten bei Ivanovs

 

 

 Von Aleksandr Vvedenskij
Österreichische Erstaufführung: 10.10.2013

„Bekommen wir einen Tannenbaum? Ja. Und plötzlich bekommen wir keinen. Plötzlich werde ich sterben.“
Wird das Weihnachtsfest bei Ivanovs gefeiert, so sind Moral und Anstand im Leben dahin — man leidet, man stirbt, die Amme schreitet zur Tat und der Haushund jault philosophisch.
1938 schreibt Aleksandr Vvedenskij mit Weihnachten bei Ivanovs ein bitterböses und hochpoetisches Stück über Traum und Trauma der russischen Gesellschaft zwischen Revolution und Diktatur. War der Traum der russischen Revolution nur ein kurzer Narrenwahn, wie der Glaube an den Tannenbaum und an die heilige Familie?
Die heraufsprudelnden Absurditäten müssen SpielerInnen wie ZuschauerInnen aushalten, da dem logischen Faden immer wieder das Hackebeil dazwischen surrt. Dabei sind Vvedenskijs Figuren ein Kabinett des Phantastischen: singende Hunde, Holzfäller und Lateinlehrer, greise Kinder, allerlei wunderliche Gestalten bevölkern sein surrealistisches Universum. Lustvolles Chaos und die melancholische Ahnung einer zersplitternden Weltordnung ohne Sinn bestimmen das Stück gleichermaßen.

Mit Aleksandra Corovic, Yael Hahn, Matthias Koch, Benjamin Muth, Nancy Mensah-Offei, Alice Peterhans, Julian Ricker, Christoph Schlag, Steve Schmidt, Josefine Voss

Regie: Michael Moritz
Bühnenbild: Michael Ottopal
Produktionsassistenz: Anna Schumacher
Bühnenbildassistenz: Jakob Egger

Verlag der Autoren GmbH & Co KG, Frankfurt am Main, in Österreich vertreten durch Österreichischer Bühnenverlag Kaiser & Co. Ges.m.b.H., Wien

Eine Produktion des Studiengangs Schauspiel der Konservatorium Wien Privatuniversität

 

 

      

Richter

 

Familie Ivanov

 

Holzfäller


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